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Yannick Mettler - Instruktor Scuderia Hanseat

Viertes Podium beim Saison Finale

Yannick Mettler und sein italienischer Bentley-Teamkollege Fabrizio Crestani sicherten sich beim „Grand Finale“ der International GT Open eine weitere Podiumsplatzierung. Nachdem sich die Fahrzeug-Abstimmung auf dem Circuit de Catalunya (Barcelona) zunächst als schwierig erwies, sorgte das Duo beim Abschluss-Rennen am Sonntag nochmals für ein Highlight. Mit Platz zwei holten sie den vierten Podiumserfolg in der zweiten Saisonhälfte.

STRECKEN-CHARAKTERISTIK ALS BESONDERE HERAUSFORDERUNG
Entgegen der Highspeed-Charakteristik von Monza und Spa kommt die enge Streckenführung des katalanischen GP-Kurses dem Bentley-Continental GT3 traditionell weniger entgegen. Für die Lazarus-Mannschaft war es deshalb eine besondere Herausforderung, innerhalb der kurzen Trainingszeit eine passende Abstimmung für den britischen GT3-Boliden zu finden. Umso mehr waren die Fahrer und Ingenieure zwischen den Trainingssitzungen gefragt, die vielen Informationen und Erkenntnisse auszuwerten.  

„ONE SHOT“ IM QUALIFYING – ENTTÄUSCHUNG IM ERSTEN RENNEN
Nachdem man in den Freitagstrainings noch etwas im Dunkeln tappte, gelang Mettler im Samstags-Qualifying schliesslich die fünftschnellste Rundenzeit und damit eine gute Ausgangslage für das erste Rennen.

"Hier hat man mit den neuen Reifen nur eine Runde, die passen muss. Ich mag diese Herausforderung. Ich habe eine optimale Runde erwischt und konnte das Maximum aus unserem Auto herausholen. Mal schauen, wie wir im Rennen mithalten können“, zeigte sich Mettler nach dem ersten Kräftemessen zuversichtlich.

Im Rennen konnte er die fünfte Position anschliessend bis zum Fahrerwechsel behaupten. Durch eine unglückliche Saftey-Car Phase in der zweiten Rennhälfte sah Crestani die schwarz-weiß-karierte Flagge jedoch nur als Siebter. Nicht das Ergebnis, dass man sich erhofft hatte.

SHOW-DOWN BEIM FINALE
Für das zweite Rennen am Sonntag wurden die Setup-Erkenntnisse nochmals ausgiebig ausgewertet und – wie zuletzt in Spa – mit mehr Wissen ein neuer Ansatz gefunden. Mettler’s Teamkollege Crestani qualifizierte den Bentley Continental GT3 auf Position 6 und hielt diese ebenfalls bis zum Fahrerwechsel, ehe sich die Ereignisse in der zweiten Rennhälfte zu überschlagen begannen:

Direkt nach der Boxenausfahrt entbrannte ein spannender Zweikampf zwischen Mettler im Lazarus-Bentley und Aston Martin Werkspilot Charlie Eastwood. Der Zweikampf begeisterte die Livestream-Kommentatoren über mehrere Runden, wobei der diesjährige 24h Le Mans GTE Sieger Eastwood sich in einem harten, aber fairen Duell schliesslich durchsetzten konnte.

Mettler konnte anschliessend einige Plätze gutmachen und rückte bis auf Rang vier vor, bevor es zum finalen Show-Down kam: An der Spitze duellierten sich die Meisterschafts-Kontrahenten derart, dass es zu einer Kollision kam und einer der Aspiranten ins Kiesbett rutschte. Mettler nutzte die Chance und schnappte sich damit kurz vor der Zielflagge noch den finalen Podiumsplatz. 

HARTNÄCKIGKEIT ZAHLT SICH AUS
„Hier mit einem Podium abzuschliessen, fühlt sich wie ein Sieg an!“ freute sich Yannick Mettler nach dem Rennen. „Es war eines der wohl schwierigsten Wochenenden bisher, aber wir haben Stärke gezeigt und nie das Ziel aus den Augen verloren.“

Nach dem Rennen wurde für die Rempelei an der Spitze noch eine Strafe ausgesprochen, womit Mettler/Crestani schliesslich auf dem zweiten Rang gewertet wurden. 
 
ERFOLGREICHE SAISONBILANZ
Vier Podiumsplätze, ein Sieg, zwei Pole-Positions und knapp Vierter in der Gesamtwertung. Das ist die Bilanz nach der Teilnahme an nur 5 von 6 Rennwochenenden – und mit einem neuen Auto ohne Erfahrungswerte.

"Ich denke, wir können alle sehr zufrieden sein mit dem, was wir in den letzten drei Monaten geleistet haben“, so Yannick Mettler auf die Frage nach seinem Saison-Fazit in der GT Open.

„Mein Dank geht an Bentley, an das Team Lazarus, an Fabrizio und an alle unsere Sponsoren, die zu den Erfolgen in diesem verrückten Jahr beigetragen haben.“

Noch ist die Saison für ihn noch nicht ganz zu Ende. Sollte das 12h Rennen in Mugello wie geplant stattfinden, wird er dort in einer Woche nochmals für Autorama Motorsport am Start sein, um die Schweizer Mannschaft bei der Titel-Verteidigung in der 24h Series zu unterstützen.

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